







Ein kühler Empfang in Joyabaj – und warme Begegnungen
Als wir am Montag, den 23. Februar 2026, in Joyabaj ankamen, überraschten uns – für die Jahreszeit ungewöhnlich – frische 10°C und kräftiger Wind. Besonders spürbar war das beim Besuch der Sei-So-Frei-Volksschule in Sechum, die 2007 errichtet wurde. (Fotos 2 & 3) Nach fast 20 Jahren präsentierte sie sich in hervorragendem Zustand und war voller Leben. Die Klassen waren aber – wie üblich – nicht beheizt, was uns definitiv mehr auffiel als den Kindern, die fröhlich und unbeeindruckt dem Unterricht folgten. In der Pause gab es ein Fußballspiel, bei dem Martin Berndorfer dann doch sichtlich warm wurde. (Foto 4)
Beim Austausch mit Lehrer·innen und Eltern erfuhren wir viel über ihren Alltag:
Ein Schritt Richtung Gesundheit: Holzsparöfen
Ein zentraler Schwerpunkt unserer Projektarbeit in Guatemala ist die Errichtung von Holzsparöfen in den einfachen Häusern der Familien. Sie schützen Gesundheit, Umwelt und Familienbudget.
Wir besuchten Candelaria (Foto 5) in ihrer traditionellen Rauchküche. Obwohl kein Feuer brannte, nahmen wir den beißende Rauchgeruch intensiv wahr. Das wird sich bald ändern: In den kommenden Wochen erhält sie den langersehnten, effizienten Holzsparofen, der sie einem gesünderen Alltag einen großen Schritt näherbringen wird.
Bei Isabel konnten wir den Bau bereits live miterleben : Die Ofenplatte wurde millimetergenau eingesetzt und professionell ausgerichtet – ein sichtbares Zeichen der jahrelangen Erfahrung unserer lokalen Ofensetzer! (Foto 6)
Gleich dreimal durften wir an feierlichen Ofen-Eröffnungen teilnehmen, in den Dörfern Muculinquiaj, Tiox Abaj und Pocoxol. (Fotos 1&7) Die Kinder tanzten traditionelle Tänze, begünstigte Frauen und Dorfleitungen hielten dankbare Reden und anschließend haben wir gemeinsam gegessen. Insgesamt wurden 121 neue Öfen übergeben – für 121 Familien beginnt damit ein rauchfreies Leben.
Wie nachhaltig diese Veränderung wirkt, zeigte uns der Besuch bei Maria in Xeabaj. Ihr Ofen wurde 2024 gebaut und war noch wie neu – genutzt, gepflegt, geschätzt. Voller Stolz erzählte sie, dass sie ihn nie wieder hergeben würde.
Ein besonderer Moment: Treffen mit ehemaligen Stipendiat·innen
Ein Höhepunkt der Reise war das Zusammentreffen mit einer Gruppe ehemaliger Stipendiat·innen – eine Begegnung der besonderen Art, wie wir sie bisher noch nicht hatten. (Foto 8)
Die jungen Frauen und Männer erzählten von ihren Erfahrungen nach der Ausbildung und ihren Zukunftsplänen. Immer wieder betonten sie, wie entscheidend die Unterstützung von ADICO und Sei So Frei für sie gewesen wäre: Sie öffnete ihnen Türen und motivierte zum Lernen.
Wir trafen uns mit einer Gruppe von acht jungen Menschen, die uns mit Stolz und voller Motivation von ihrem Weg berichteten. In der Gruppe hatten wir:
Jede einzelne Geschichte zeigt: Motivation, Fleiß und die richtige Unterstützung können das Leben junger Menschen dauerhaft verändern.
Mehr aus Guatemala
In den kommenden Wochen berichten wir weiter über unsere Erlebnisse, Begegnungen und die vielen inspirierenden Momente dieser Reise – im Weltblick-Magazin, auf unserer Website und in unserem Newsletter.
Bleibt also dran – und erfahrt noch mehr über die beeindruckende Arbeit unserer Partnerorganisation ADICO in Guatemala!